Demokratie?

Das Totschlag-Argument gegen alles mögliche, ist immer die Demokratie. Es wird gesagt: „Ihr habt doch gewählt. Das ist der Wille der Mehrheit und dem müsst ihr euch beugen.“ Aber haben wir hier wirklich eine Demokratie?

Offiziell ja, aber es gibt einige Mechanismen, die die Demokratie  aushebeln und mich zu dem Schluss kommen lassen:

Eine Demokratie in einem Kapitalismus, kann es nicht geben.

Zum einen ist da das Problem, dass unsere Welt viel zu groß und für die Einzelne unüberschaubar geworden ist. Wir sind auf die Medien angewiesen. Bei allem was auf der Welt passiert, bekommen wir nur einen kleinen Ausschnitt mit. Und die Auswahl treffen Menschen, die Medien gestalten können.

Ich  bin nicht in der Lage, ein Verlagshaus zu finanzieren. Ein Verlagshaus können Menschen finanzieren, die viel Geld haben. Sie können auch Psychologen engagieren, die wissen welche Methoden angewendet werden müssen, um Menschen Angst zu machen, jemanden oder etwas zu lieben, sich zu ekeln, einen Hass zu entwickeln gegen etwas, etc. .

Sie haben es beispielsweise wirklich geschafft, dass viele Menschen mehr Angst vor einem Stromausfall haben, als vor einer atomaren Katastrophe. Dass sie mehr Angst davor haben, mit ihren Kindern bei Kerzenschein sitzen zu müssen, als davor dass ihre Kinder gar keine Zukunft haben….

Genau so läuft es mit der Werbung für Parteien vor dem Wahlkampf. Es kommt nicht darauf an, wie viele Menschen sich für eine Idee zusammen schließen können, sondern darauf, wie viel Geld diese Menschen für Wahlplakate, Info-Broschüren, etc.. haben, um Wählerstimmen zu bekommen.

Ein Billionär kann also mit seiner Parteispende Milliarden Menschen übertrumpfen, was die Kraft eine Partei bekannt und beliebt zu machen betrifft.

All dies zieht sich bis in die Wissenschaft hinein, denn was publiziert und gelehrt wird, entscheiden meistens Menschen mit viel, viel Geld. Auch welche wissenschaftlichen Studien finanziert werden, etc..

Um aus diesem Wahnsinn, der unsere Erde bedroht, aus zu steigen, kommen wir nicht umhin, den Kapitalismus ab zu schaffen und zwar gründlich!
Ansonsten kann von Demokratie noch nicht die Rede sein!

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Spirituell oder politisch?

Oder beides?

Ich denke beides ist am besten. Es kommt natürlich darauf an, was eine unter „spirituell“ versteht.

Spirituell ist eigentlich alles mögliche. Viele Menschen suchen meiner Erfahrung nach eigentlich nichts anderes als Heilung jenseits von stigmatisierenden Diagnosen und Nebenwirkungs-reichen Medikamenten und Therapien.

Ich bin in dieser Scene nicht viel herum gekommen, aber über die Homöopathie, habe ich doch immer wieder Kontakt gehabt zu Menschen, die spirituell orientiert waren und da die Homöopathie eine Energie-Heilkunst ist, spielt Spiritualität natürlich auch immer mit rein.

Ich kenne sehr viele atheistische Menschen, die gegen Atomkraftwerke sind, antikapitalistisch und feministisch. Und ich kenne viele spirituell orientierte Menschen, die genau dies auch sind.

Dennoch besteht zwischen beiden oft eine Kluft. Es bestehen gegenseitig Vorurteile. So denken viele spirituell orientierte Menschen, dass Atheistinnen nicht wirklich ein Gewissen haben. Was definitiv nicht stimmt. Es gibt Menschen mit und ohne Gewissen hier wie dort.

Atheistinnen wiederum sind oft der Überzeugung, dass Spiritualität prinzipiell immer entpolitisiert und die Machtverhältnisse rechtfertigt. Auch dies stimmt nicht unbedingt. Klar gibt es Glaubenssätze, die entpolitisieren, wenn Ungerechtigkeiten beispielsweise mit dem Karma erklärt werden. (Platt ausgedrückt: „Wirst im letzten Leben wohl was angestellt haben, wenn es dir jetzt so schlecht geht…“)

Deshalb haben aber nicht alle Menschen die an irgend etwas glauben, so eine Einstellung verinnerlicht.  Glaube kann auch viel Kraft geben und Menschen an eine bessere Welt erinnern.

Aber insbesondere die Arbeit an der Selbstheilung, der sich viele spirituelle Menschen verpflichtet haben, finde ich sehr wertvoll.

Diese unsere Gesellschaft produziert am laufenden Band traumatisierte Menschen. Traumatisierte Menschen wiederum sind nur bedingt in der Lage, eine echte Demokratie auf zu bauen.

Allerdings ist die Arbeit an einer Verbesserung der Gesellschaft genau so wichtig, denn sonst ist die Heilungsarbeit wie laufen im Treibsand.  Während ich zur Heilung einer Person bei getragen habe, sind 3 neue Menschen verletzt, verstört, entmutigt, traumatisiert.

Lasst uns nach dem Vorbild Ägyptens handeln und gemeinsam unsere Ziele nach Freiheit, Selbstbestimmung, Umweltschutz, Frauenrechten, etc., verfolgen.

Sicher. Für die Abschaffung des Kapitalismus weltweit ist es vermutlich noch zu früh. Aber es gibt auch andere Ziele, wie die Abschaffung der Atomkraftwerke und der Kriege, die Voraussetzung sind, dass es überhaupt ein Morgen gibt.