Meine Mondin

Mondin mein,

..

dein Gesicht erstrahlt am Himmel,

wie der Mond,

in seiner vollen Schönheit,

die Krater sind grüne Augen,

die leuchten

Lippen so voll

und rot.

Oh Schönheit.

Halb Frau halb Mann,

soo schön.

Ich könnte vergehen,

wie soll ich das

noch 4 Wochen aushalten?

Ohne dich

hier neben mir?

Ein Feentanz,

geisterhaft,

bist du,

raubst mir den Schlaf,

lässt mich schreien,

in der Nacht.

Ich möchte dein Herz küssen,

wieder,

und wieder,

wenn ich wünschen darf…

Papa und Mama,

und dennoch Schwester,

und dann bist du auf einmal

klein.

So süß,

wie niemand je war für mich.

Wie soll ich dich nennen?

Ich nenne dich Mondin,

mein Mond.

Sollst immer glücklich sein!

Mein Naziopa

Zwischen zwei Migräne-Anfällen geschrieben, am 30.7.12.

 

Mein Naziopa,

 

ich beuge mich über den Eimer

und bin er,

 

Schwer-fällig und unbeholfen,

sitze ich breitbeinig da

kotze das unsägliche aus.

 

Alles dreht sich in mir um,

das viele Blut,

ich habe geschossen

 

und dieses Gesicht,

vielleicht hat auch er Kinder zu hause,

die auf ihn warten,

eine liebende Frau.

 

Ich schieße.

Ja für meine Frau um sie zu schützen

wovor?

Das Vaterland ist bedroht.

Ja?

 

Ich werde ein Held sein,

werde gefeiert werden

 

von wegen,

sie sind hinter mir

und schauen mich scheel an.

 

Hast für die falsche Seite gekämpft.

Die Freundin meiner Frau war Jüdin,

jetz ist sie,

wo?

 

Schuldig,

schuldig bist du,

du dreckiger Vater,

du dreckiger verfluchter Vater.

 

Gesofffen hast du wieder,

bist nicht zur Arbeit erschienen.

 

Wie denn?

Nach 6 Jahren Hölle bräuchte ich 6 Jahre

Paradies.

 

Ein Arschloch bin ich,

tauge nicht mal zur Arbeit.

 

Ich werde den Kindern ein Pferd schenken,

das werde ich tun.

Sie werden mich lieben.

 

Nur nichts anmerken lassen.

Für Haltung ist es zu spät.

Diese feine Frau,

 

Ich werde es ihr zeigen,

wer der Herr im Hause ist,

wenn ich mit ihr schlafen will,

dann…

 

Ich bin ein Mörder,

kein wunder dass sie mich nicht liebt.

 

Oh das Blut,

das ganze Blut,

Einen Finger haben sie mir weg geschossen,

 

Kleinigkeit,

was ist ein Finger?

Andere verloren ihr Auge,

ihr Bein

oder ihr Leben gar.

Ich hör sie schreien.

 

Hilfe!“

Ich kann doch nicht helfen,

liege im Staub

Wo ist meine Mama?

Mama, ich will aufwachen!

So halt mich doch fest,

Mama!“

 

Sie kommt nicht,

liegst im Staub und deine Kameraden sterben dahin.

Alles ist voller Blut und Staub,

wie kann ich denn weiter leben?

 

Wie kann ich ihnen jemals erklären?

Haltung bewahren.

Oh Alkohol, meine einzige Braut,

du Salbe auf meinen Wunden.

 

Schalt doch mal den Horrorfilm aus,

ich kann nicht mehr,

gehör nicht mehr dazu,

von wegen Held!

 

Häng über dem Eimer

und kotze meinen Opa aus!

 

Oh Opa,

eines Tages musst du dir verzeihen.

Sie haben dich betrogen!

 

Ich weiß dass du mein richtiger Opa bist,

habe die Liebe zum künstlerischen Schaffen

von dir geerbt.

Und die Geige.

 

Weißt du eigentlich, dass ich keine Deutsche bin?

 

 

Kalypso?

Ich habe diesen Prosatexz von den Kommentaren (die ich sel ber zu: „über mich“ geschrieben habe) verschoben in Prosatexte. Das passt besser.


Geschrieben am 24.11.2010 um 11:32 pm

Nun ist Kalypso doch etwas ganz anderes, ganz andere geworden als ich dachte.
Und mein Zuhause ist es auch nicht….

Oh Kalypso,
weißt du auch, wie sehr ich dich liebe?

Weißt du auch,
dass es tatsächlich du bist,
in all deiner Fülle,

Oh raue stachelige Insel,
mit sanfte Buchten am Meeresufer.
Von grünen Büschen
karg überwachsen,
auch Nester bunter Blumen,
hier und da.
Vögel fliegen von Fels zu Fels und
schreien rauh, süß, melancholisch,
sehnsuchtsvoll.

Das Gekrächze der Rabenkrähen dringt durch die Nacht
und erinnert mich an dich.

Oh Kalypso,
auch wenn ich begriffen habe,
dass weder du noch ich,
ganz Insel sind.

Das weder du noch ich,
von innen ganz frei sind,
vom Patriarchat,

So bist du dennoch meine
dicke grüne Insel
im brandenden Meer


Geschrieben am 25.02.2011 um 2:49 am

Zerrissen mein Hemd,
blutig meine Haut,
ach wie unwirtlich bist du,

nimmer mehr Kalypso
schmeißt mich von der Klippe,

gefährlich nun,
dass ich in der Brandung nicht an dir
zerschelle,

wie sehne ich mich,
nach der offenen See.

Wie war es so schön
zu rudern,
immer das Bild
einer ganz anderen
vor Augen

Kann ich dich nicht erblicken,
am Horizont gar,
ohne Hoffnung zwar,
aber doch so süß
es war.

Circe!


Geschrieben am 05.05.2011 um 6:19 pm

Nun bin ich auf dem offenen Meer,
und sehne mich zurück,
wie unwirtlich es
auch war.

Keine Circe erscheint am Horizont,
mich aus Liebesnot,
zu retten,

Oh werden die Wellen gar,
mich an den Strand zurück spülen,
und begrüßt du mich dann
mit einem Kuß,
wie immer?

Jetzt ist es dein Bild gar,
das am Horizont erscheint.

Vielleicht hast du das gewollt,
die einzige zu sein,
selbst in meiner Fantasie…

Dein dickes Gesicht,
ach wäre es noch einmal
so nah,
dass ich es küssen könnte.

Ach dein Geruch,
keine riecht wie du.

Oh die du Kalypso warst.



Geschrieben am 22.10.2011 um 22.25:


Im Sommer,

ich schipperte auf deine Insel zu,

voller Hoffnung

dass alles wieder so sei,

wie es war,

am Anfang


Was sah ich?

Die Insel geschmückt

ein Fest,

Girlanden aus grünen Zweigen und Blättern

schmückten die Hütte,

ein Liebesnest.


Es schwebte das Bild einer Frau

von ferne kam sie her

Prominenz und Namen

für sie war alles geschmückt.

Geladen die Gäste.


Was blieb für mich?

Ein Bedauern?

Ich schippere weiter im Meer.

Halte mein Segel hoch

und lasse mich vom Winde verwehn.


Wohin?

Ich weiß es nicht.

Aber ich segel.

 

Geschrieben am 22.9.12:

Müdes des segelns,
die Segel zerfetzt im Wind
strande ich zu guter Letzt

Auf meiner eigenen Insel!
Ach dass es dich noch gibt!

Wie sanft meine Strände
wie süß meine Klippen,
mit Rabenkrähen,
die sehnsüchtig krächsen.

Und die Katze,
die göttliche,
die hatte ich ja fast vergessen.

Neben dem Weiher,
wo der bunte Vogel lebt.
Wie ein Storch,
aber das Gefieder schillernd
in allen Farben des Regenbogens.

In der Mitte auf einem Felsen,
der halb fertige Tempel.
Auf jedem Stein der Name einer anderen Göttin.
Isis, Ieva, Medusa, Skade, und viele mehr.
Auf dem Altar eine Kerze brennt.

Wer hat sie an gezündet?

Und der Garten mit Kräutern,
von jeder lieben Freundin eins.
Ach sie wachsen noch

Die Nase im Wind stehe ich da
und schaue.

Unglaubliches.
Da bist ja du!
Kalypso,
und kämpfst mit der Strömung
verwundet bist du
ganz zerkratzt,
immer wieder zurück geworfen aufs Meer.

Wie lange schon,
versuchst du an meinem Strand zu landen?
Wie konnte ich vergessen,
dass auch in mir
eine Göttin schlummert.

Ich stoppe die Strömung,
kehre sie um

Willkommen Kalypso,
Oh Göttin,
wir versinken
in einer Umarmung
Heimat mein!

Meine Traumfrau

Traumfrau

Dieser Platz ist rein und weiß wie Schnee.

Anstatt aufzuzählen,
Eigenschaften
von Frauen die ich mal geliebt habe,
das revolutionäre Feuer von Z. und S.,
die runde Fülle und kindliche Verantwortungslosigkeit von X.,

ist hier nichts.
Leer.

Hörst du die Schneeeule rufen?

Es ist Kalt an der Oberfläche.
Nur tief in der Erde
brennt ein Feuer,
von vergangenem Glück
und vergehendem Abschiedsschmerz.

Meine neue Liebe,
wie wird sie sein?

Wird sie aus dem Boden schießen
und schnell auf blühen
wie ein Schneeglöckchen oder eine Osterblume?

Oder keimt sie langsam,
grünt bedächtig,
wie eine Rose?
Um dann wenn es warm ist,
zu knospen, zu entfalten
und zu blühen bis tief in den Herbst?

Wir werden sehen.
Derweil scheint die Mondin auf Schneehügel
und weckt Sehnsucht.

Ida

Auf schneeigen Gipfeln thronte sie

den Kopf vom Sturm gepeitscht.

Konnte auch nicht ein einziges Leben lang ertragen

was nicht sein durfte.

Wie schwer war es, zurück zu kommen

in die miefigen Gassen.

Den Wettkampf anzutreten, um einen Ort zum Sein,

um ein Stück Brot, Liebe, Anerkennung.

Das war nicht ihre Welt.

Wusste sie doch tief in ihrem Herzen,

dass all das ihr zustand, ohne Kampf.

So wie allen anderen Menschen.

Die Welt wie sie ist, so darf sie nicht sein.

Also haben wir sie verloren.

Weg ist sie.

Gegangen und hat eine Spur hinterlassen.

Wir wollten sie zum bleiben bewegen,

aber sie wollte zum ändern bewegen.

Ich mag es nicht beurteilen,

ob ihre Entscheidung richtig war

oder falsch.

Aber sicher ist: Wir haben ihre Botschaft verstanden.

(Ida hat am 29. Juni 2011 Selbstmord begangen, nach dem sie mehrfach zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen worden war und dort entgegen ihren erklärten schriftlich niedergelegten Willen mit Gewalt Neuroleptika injiziert bekam.

Grund für die erneute Zwangseinweisung war vermutlich ihre erneute Arbeitslosigkeit.  Sie hätte Harz 4 beantragen müssen. Stattdessen wählte sie die Flucht in Traumwelten und da ihr auch die nicht gelassen wurden, den Tod.)

Für Tiamat

 

 

 

Oh Tiamat,

 

du vielfach verleumdete Göttin.

 

 

 

Einst wollte ich dich um Hilfe bitten,

 

denn auch ich bin vielfach verleumdete

 

und unerkannt,

 

so dass selbst meine eigenen Schwestern

 

mich oft nicht erkennen.

 

 

 

Ich dachte du würdest mich verstehen.

 

 

 

Aber dann merkte ich,

 

du hast keine Kraft mehr

 

anderen zu helfen.

 

 

 

Nicht einmal eine Göttin

 

kann es ertragen,

 

ständig verleumdet

 

und geschmäht zu werden!

 

 

 

Fratzen haben sie aufgehängt

 

dein Antlitz entstellt

 

und sagen:

 

 

 

Schau, das ist Tiamat,

 

die müsst ihr fürchten,

 

die Hure Babylon

 

unser größter Feind

 

ekelhaft und scheußlich.

 

 

 

Nun sitze ich an deinen Wassern

 

und denke deiner.

 

 

 

Oh Tiamat,

 

du dunkle Schöne!

 

 

 

Gleitest durch meine Seele

 

mit warmem dunklem Licht.

 

So grün und nachtrot.

 

So warm und machtvoll.

 

 

 

Ich werde die Fratzenmasken

 

herunter reißen und sagen:

 

 

 

Nein! Das ist nicht Tiamat,

 

die Nährende!“