Moral

Moral

 

Ich halte Moral grundsätzlich für etwas nützliches, sogar für etwas natürliches.

Aber es gibt wahrscheinlich kaum etwas (neben der Religion), was so oft missbraucht und instrumentalisiert wurde, wie die Moral.

 

Archäologische Zeugnisse, aber auch Mythen und Märchen können uns Auskunft über die friedlichen egalitären Gesellschaften der Steinzeit, aber auch vieler Naturvölker geben (nicht alle Naturvölker waren friedlich und egalitär).

Wenn ich mich in diese Kulturen zurück versetze, in denen das Leben jedes kleinsten Insektes, jeder Pflanze geachtet wurde und die Zeugnisse aus den Zeiten des Umbruches zu patriarchalischen Klassengesellschaften analysiere, dann liegt es nahe, dass die Menschen sehr deutlich gesehen haben, dass das Patriarchat und ihre neuen Herrscher böse sind.

Abgrund böse!

 

Der Krieg kam in die Welt und eine neue Gesellschaftsordnung, in der nur das Leben einiger weniger Menschen wert geschätzt wurde.

Das waren die Menschen der herrschenden Klasse und vornehmlich Männer.

Gräber, in denen ein Herrscher begraben lag und all seine Frauen sowie seine Sklaven und Haustiere ihm lebendig in den Tod folgen mussten, zeigen uns deutlich den absoluten Verfall der Moral.

Dies war aber nicht etwa nur bei den patriarchalischen Heiden so, wie einige uns glauben lassen wollen, sondern noch Martin Luther, der „große Reformator“ schrieb: „Lass sie leben solange sie gebären- mögen sie sich ruhig zu Tode tragen. Das macht nichts, sie sind drum da.“. Amen.

 

In der heutigen Zeit sind es nach wie vor Frauen und arme Menschen weltweit, die keinerlei Eigenwert zu besitzen scheinen, aber vor allen Dingen auch Tiere und Pflanzen, die wie tote Materie betrachtet werden. (Die Abholzung der Regenwälder- auch von deutschen Firmen, sowie Tierfabriken und ähnliches geben uns deutlich Auskunft davon. Bei allem Gerede von tierliebe…)

 

Nun wäre es nicht möglich, dass ein System was von den Menschen als „böse“ erkannt wird, sich dauerhaft halten kann. Früher oder später würden die Menschen sich davon befreien. Da würde auch alle Gewalt und Gewaltandrohung nichts nützen.

 

Es war also der allergrößte Trick der bösen Herrscher, die Moral für sich zu besetzen. Fast immer mit Hilfe der Religion.

 

Frauen sind oft Trägerinnen der Moral. Sie sind es ja auch, die die Kinder maßgeblich prägen, zumindest im Patriarchat, wo die Männer angeblich wichtigeres zu tun haben (als ob e es etwas wichtigeres gäbe, als die Weiterführung des Lebens selbst….).

 

Deshalb waren sie hauptsächliche Zielscheibe der Manipulationsversuche von Seiten der Herrschenden.

 

Nun braucht es hier nicht mehr vieler Worte. Sie nutzten als patriarchalische Mütter, ihre Macht dazu, auf zu passen, dass ihre Töchter keine erotische Anziehungskraft hatten. Achteten streng darauf, dass nicht mit den Hüften geschwungen wurde (zumindest in Europa). Noch meine Ur-Oma trug Zeit ihres Lebens zu diesem Zweck ein Korsett mit Stangen drin..

In Ägypten achteten sie streng darüber, dass alle Töchter „ordentlich„ „beschnitten“ wurden und hier wie dort hatten sie während der Pubertät ihrer Töchter viel zu tun, denn es war harte Arbeit, und hoch moralisch, ihre Töchter von den Lüsten des Fleisches fern zu halten.. Wozu?

Darüber dachten sie nie wirklich nach.

Ich behaupte, um den Männer ihre Vormachtstellung zu sichern, denn ohne Sicherheit über die Vaterschaft ist kein vollständiges Patriarchat möglich.

 

Leider nutzten sie ihre Moralische Mission nicht dazu, ihre Töchter und Söhne vor einem frühzeitigen Tod, vor Verstümmlung, Verarmung und mannigfaltigem Elend durch Kriege und sinnlose Zerstörung der Natur, zu beschützen.

 

An die Stelle der sinnvollen nützlichen Moral, wurde eine künstliche, lebensfeindliche gesetzt. Und die meisten Mütter verfochten diese mit der selben Inbrunst und im festen Glauben gut und richtig zu handeln. Daher kommen ein großer Teil der Konflikte zwischen Kindern und ihren Müttern.

Die Väter wachten natürlich oft ebenso darüber, wenn auch mit weniger Inbrunst, da diese Moral ja eigentlich nur für Frauen und Mädchen galt..

Die Männer wiederum wurden mit einer Moral geimpft, die die Eigentumsrechte sichern sollten. Oft sicherten sie auf diesem Weg ihre eigene Armut…

 

Ursprüngliche Moral ist eigentlich ganz einfach. In jeder Situation braucht frau und man sich nur zu fragen, ob es dem Leben, der Lust und Freude aller dient. Das ist gut.

Und jenes was Leben zerstört, Lebensfreude, Lust und Genuss verbietet, zerstört oder beeinträchtigt, ist böse. (natürlich immer für alle und nicht auf Kosten anderer gedacht.)

 

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du bist in meiner Spinnerei gelandet. Ich bin nämlich eine richtige Spinne(rin)!

Liebe es,  Fäden zu spinnen, andere Fäden aufzunehmen, mit meinen zu verknüpfen, große und kleine Netzwerke zu bilden…

Aber keine Angst! Dass es Menschen gibt, die felsenfest daran glauben, dass es möglich ist, dass alle Lebewesen auf der Erde fast immer glücklich sind und es nur eine Frage des Willens der Menschen ist, dafür zu sorgen, dass dies auch auch so wird, ist nicht wirklich gefährlich.

Ach hab keine Angst! Lauf nicht weg.

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