Feministinnen sind eigensinnig

Feministinnen sind eigensinnig.

Wir nehmen die Welt durch unsere eigenen Sinne wahr und können diese Sinnes-eindrücke denkend verarbeiten. Dadurch finden wir unseren Sinn des Lebens. Wir finden den Sinn, der in unserem Sinne ist. Der uns also nutzt und nicht schadet. Wir leben auch in unserem Sinne und durch unsere Sinne. Also in unserem eigenen Sinn und mit unseren eigenen Sinnen!

Feministinnen sind eigenartig.

Wir haben unsere eigene Art. Art heißt auch Kunst. Leider ist unsere Kunst oft verboten oder umgedeutet worden, so dass wir durch unsere Kunst (sexualisierter)- Gewalt ausgesetzt werden.

Der patriarchale Chorus brüllt:

Das ist ordinäre Kunst, das ist niedrige Kunst, das ist gar keine Kunst. Stopf ihr das Maul, oder die Möse, mach sie an, lächle nachsichtig. Dann beruhigt sie sich. Das ist reine Hysterie….

Wir verstehen es aber uns der Gewalt zu entziehen und haben unseren eigenen Raum an dem wir sie ausdrücken können, weil da andere eigenartigen Wesen sind, die unsere Kunst auf tiefster Ebene der Seele verstehen. Deshalb überhören wir diesen Chorus. Ja wir amüsieren uns mitunter sogar prächtig darüber…..

Unsere eigene Art bezieht sich auch auf das wie wir uns kleiden, wie wir wohnen, welche Sitten und Bäuche wir uns angewöhnt haben; nämlich die, die uns nutzen!

Feministinnen sind eigenmächtig.

Wir haben eigene Macht und die nutzen wir auch. Wir können kommen und gehen, wir können lieben und nicht lieben. Wir fühlen uns nicht verpflichtet unsere Energie irgend jemand zur Verfügung zu stellen, wenn wir selber das nicht wollen. Unsere Selbst gehören uns und wir lehnen die Enteignung unserer Selbt ab. Wir bestimmen selbst wofür wir uns einsetzen und wann. Wir lassen uns weder vor einen Karren spannen, noch für irgend welche Ziele vereinnahmen. Wir sind von uns selbst vereinnahmt. Unsere Selbst ist göttlich und umschließt die Liebe zum gesamten Universum. Wenn ich mich selber liebe, liebe ich also auch das Universum. Auch dich.

Wir nutzen aber nur unsere eigene Macht. Wir lehnen es ab, uns anderer zu bemächtigen.

Nach dem Motto: „Wir machen keine Revolution, wir sind die Revolution, passen wir auf uns selber auf und gestehen es anderen ebenfalls zu, auf sich selber auf zu passen.

Eigensinn ist das Gegenteil von Fremdbestimmung. Es schließt Selbstbestimmung und Selbstliebe mit ein.

Eigensinn ist das, was im landläufigen Sprachgebrauch sich der Fremdsteuerung widersetzt. Merkwürdig, dass nicht die fremd-steuernde Person, sondern der Mensch der sich versucht etwas was ihr/ihm schadet zu widersetzen, angeprangert wird. Schließlich sind es meine Sinne, die mich warnen, wenn etwas mir nicht gut tut… Es ist mein gutes Recht, mich dem, so weit als möglich zu entziehen.

Wenn Menschen etwas für andere tun, zum Beispiel für mich, dann hoffe ich, dass sie das mit Lust und Liebe tun. Sonst sollen sie es lieber sein lassen.

Anderen zu helfen, sich gegenseitig zu helfen, ist Teil eines gelebten Herzens, also gelebten und kreativen Selbst und Seins, denn Menschen sind eigentlich (also wenn sie ihr selbst zu eigenen haben) hoch und zutiefst soziale Wesen.

Es ist gut, aber es ist keine Pflicht, wie etwas was fällig wird, wie Steuern die einfach eingetrieben werden können. Ich bin göttlich und ich lebe nach kosmischen Gesetzen und für alles gibt es eine Zeit. Eine Zeit zu geben, aber auch eine Zeit zu wachsen und zu behalten; Eine Zeit zu nehmen (was freiwillig und mit Liebe gegeben wird) und eine Zeit zu teilen. Auch mit zu teilen. (Mitteilungsbedürfnis)

Mein Verdacht: Wer das nicht akzeptiert, versucht sich meiner zu bemächtigen. Macht über mich zu bekommen. Mich fremd zu bestimmen. Ich sage: Oh! Du willst mich kaputt machen. Nein Danke.

Ich bin göttlich, ich glaub an mich und so wird es auch bleiben!

Moral

Moral

 

Ich halte Moral grundsätzlich für etwas nützliches, sogar für etwas natürliches.

Aber es gibt wahrscheinlich kaum etwas (neben der Religion), was so oft missbraucht und instrumentalisiert wurde, wie die Moral.

 

Archäologische Zeugnisse, aber auch Mythen und Märchen können uns Auskunft über die friedlichen egalitären Gesellschaften der Steinzeit, aber auch vieler Naturvölker geben (nicht alle Naturvölker waren friedlich und egalitär).

Wenn ich mich in diese Kulturen zurück versetze, in denen das Leben jedes kleinsten Insektes, jeder Pflanze geachtet wurde und die Zeugnisse aus den Zeiten des Umbruches zu patriarchalischen Klassengesellschaften analysiere, dann liegt es nahe, dass die Menschen sehr deutlich gesehen haben, dass das Patriarchat und ihre neuen Herrscher böse sind.

Abgrund böse!

 

Der Krieg kam in die Welt und eine neue Gesellschaftsordnung, in der nur das Leben einiger weniger Menschen wert geschätzt wurde.

Das waren die Menschen der herrschenden Klasse und vornehmlich Männer.

Gräber, in denen ein Herrscher begraben lag und all seine Frauen sowie seine Sklaven und Haustiere ihm lebendig in den Tod folgen mussten, zeigen uns deutlich den absoluten Verfall der Moral.

Dies war aber nicht etwa nur bei den patriarchalischen Heiden so, wie einige uns glauben lassen wollen, sondern noch Martin Luther, der „große Reformator“ schrieb: „Lass sie leben solange sie gebären- mögen sie sich ruhig zu Tode tragen. Das macht nichts, sie sind drum da.“. Amen.

 

In der heutigen Zeit sind es nach wie vor Frauen und arme Menschen weltweit, die keinerlei Eigenwert zu besitzen scheinen, aber vor allen Dingen auch Tiere und Pflanzen, die wie tote Materie betrachtet werden. (Die Abholzung der Regenwälder- auch von deutschen Firmen, sowie Tierfabriken und ähnliches geben uns deutlich Auskunft davon. Bei allem Gerede von tierliebe…)

 

Nun wäre es nicht möglich, dass ein System was von den Menschen als „böse“ erkannt wird, sich dauerhaft halten kann. Früher oder später würden die Menschen sich davon befreien. Da würde auch alle Gewalt und Gewaltandrohung nichts nützen.

 

Es war also der allergrößte Trick der bösen Herrscher, die Moral für sich zu besetzen. Fast immer mit Hilfe der Religion.

 

Frauen sind oft Trägerinnen der Moral. Sie sind es ja auch, die die Kinder maßgeblich prägen, zumindest im Patriarchat, wo die Männer angeblich wichtigeres zu tun haben (als ob e es etwas wichtigeres gäbe, als die Weiterführung des Lebens selbst….).

 

Deshalb waren sie hauptsächliche Zielscheibe der Manipulationsversuche von Seiten der Herrschenden.

 

Nun braucht es hier nicht mehr vieler Worte. Sie nutzten als patriarchalische Mütter, ihre Macht dazu, auf zu passen, dass ihre Töchter keine erotische Anziehungskraft hatten. Achteten streng darauf, dass nicht mit den Hüften geschwungen wurde (zumindest in Europa). Noch meine Ur-Oma trug Zeit ihres Lebens zu diesem Zweck ein Korsett mit Stangen drin..

In Ägypten achteten sie streng darüber, dass alle Töchter „ordentlich„ „beschnitten“ wurden und hier wie dort hatten sie während der Pubertät ihrer Töchter viel zu tun, denn es war harte Arbeit, und hoch moralisch, ihre Töchter von den Lüsten des Fleisches fern zu halten.. Wozu?

Darüber dachten sie nie wirklich nach.

Ich behaupte, um den Männer ihre Vormachtstellung zu sichern, denn ohne Sicherheit über die Vaterschaft ist kein vollständiges Patriarchat möglich.

 

Leider nutzten sie ihre Moralische Mission nicht dazu, ihre Töchter und Söhne vor einem frühzeitigen Tod, vor Verstümmlung, Verarmung und mannigfaltigem Elend durch Kriege und sinnlose Zerstörung der Natur, zu beschützen.

 

An die Stelle der sinnvollen nützlichen Moral, wurde eine künstliche, lebensfeindliche gesetzt. Und die meisten Mütter verfochten diese mit der selben Inbrunst und im festen Glauben gut und richtig zu handeln. Daher kommen ein großer Teil der Konflikte zwischen Kindern und ihren Müttern.

Die Väter wachten natürlich oft ebenso darüber, wenn auch mit weniger Inbrunst, da diese Moral ja eigentlich nur für Frauen und Mädchen galt..

Die Männer wiederum wurden mit einer Moral geimpft, die die Eigentumsrechte sichern sollten. Oft sicherten sie auf diesem Weg ihre eigene Armut…

 

Ursprüngliche Moral ist eigentlich ganz einfach. In jeder Situation braucht frau und man sich nur zu fragen, ob es dem Leben, der Lust und Freude aller dient. Das ist gut.

Und jenes was Leben zerstört, Lebensfreude, Lust und Genuss verbietet, zerstört oder beeinträchtigt, ist böse. (natürlich immer für alle und nicht auf Kosten anderer gedacht.)

 

Meine Mondin

Mondin mein,

..

dein Gesicht erstrahlt am Himmel,

wie der Mond,

in seiner vollen Schönheit,

die Krater sind grüne Augen,

die leuchten

Lippen so voll

und rot.

Oh Schönheit.

Halb Frau halb Mann,

soo schön.

Ich könnte vergehen,

wie soll ich das

noch 4 Wochen aushalten?

Ohne dich

hier neben mir?

Ein Feentanz,

geisterhaft,

bist du,

raubst mir den Schlaf,

lässt mich schreien,

in der Nacht.

Ich möchte dein Herz küssen,

wieder,

und wieder,

wenn ich wünschen darf…

Papa und Mama,

und dennoch Schwester,

und dann bist du auf einmal

klein.

So süß,

wie niemand je war für mich.

Wie soll ich dich nennen?

Ich nenne dich Mondin,

mein Mond.

Sollst immer glücklich sein!

Mein Naziopa

Zwischen zwei Migräne-Anfällen geschrieben, am 30.7.12.

 

Mein Naziopa,

 

ich beuge mich über den Eimer

und bin er,

 

Schwer-fällig und unbeholfen,

sitze ich breitbeinig da

kotze das unsägliche aus.

 

Alles dreht sich in mir um,

das viele Blut,

ich habe geschossen

 

und dieses Gesicht,

vielleicht hat auch er Kinder zu hause,

die auf ihn warten,

eine liebende Frau.

 

Ich schieße.

Ja für meine Frau um sie zu schützen

wovor?

Das Vaterland ist bedroht.

Ja?

 

Ich werde ein Held sein,

werde gefeiert werden

 

von wegen,

sie sind hinter mir

und schauen mich scheel an.

 

Hast für die falsche Seite gekämpft.

Die Freundin meiner Frau war Jüdin,

jetz ist sie,

wo?

 

Schuldig,

schuldig bist du,

du dreckiger Vater,

du dreckiger verfluchter Vater.

 

Gesofffen hast du wieder,

bist nicht zur Arbeit erschienen.

 

Wie denn?

Nach 6 Jahren Hölle bräuchte ich 6 Jahre

Paradies.

 

Ein Arschloch bin ich,

tauge nicht mal zur Arbeit.

 

Ich werde den Kindern ein Pferd schenken,

das werde ich tun.

Sie werden mich lieben.

 

Nur nichts anmerken lassen.

Für Haltung ist es zu spät.

Diese feine Frau,

 

Ich werde es ihr zeigen,

wer der Herr im Hause ist,

wenn ich mit ihr schlafen will,

dann…

 

Ich bin ein Mörder,

kein wunder dass sie mich nicht liebt.

 

Oh das Blut,

das ganze Blut,

Einen Finger haben sie mir weg geschossen,

 

Kleinigkeit,

was ist ein Finger?

Andere verloren ihr Auge,

ihr Bein

oder ihr Leben gar.

Ich hör sie schreien.

 

Hilfe!“

Ich kann doch nicht helfen,

liege im Staub

Wo ist meine Mama?

Mama, ich will aufwachen!

So halt mich doch fest,

Mama!“

 

Sie kommt nicht,

liegst im Staub und deine Kameraden sterben dahin.

Alles ist voller Blut und Staub,

wie kann ich denn weiter leben?

 

Wie kann ich ihnen jemals erklären?

Haltung bewahren.

Oh Alkohol, meine einzige Braut,

du Salbe auf meinen Wunden.

 

Schalt doch mal den Horrorfilm aus,

ich kann nicht mehr,

gehör nicht mehr dazu,

von wegen Held!

 

Häng über dem Eimer

und kotze meinen Opa aus!

 

Oh Opa,

eines Tages musst du dir verzeihen.

Sie haben dich betrogen!

 

Ich weiß dass du mein richtiger Opa bist,

habe die Liebe zum künstlerischen Schaffen

von dir geerbt.

Und die Geige.

 

Weißt du eigentlich, dass ich keine Deutsche bin?

 

 

Flamenco Musik

Hier möchte ich schöne Flamencos sammeln um sie nicht zu verlieren:

Dies ist indisch-spanisch:

 

Der erste Teil ist auch hier für mich nicht als Flamenco zu erkennen, aber der 2. dann doch sehr typisch und dabei so nett arabisch:

Hier live am Strand:

Und hier mal richtig professionell, aber trotzdem schön.  🙂 :

Viel Spaß!

orientalische Musik

auch sehr schön:

(Hier hochladen, damit ich es wieder finde. 🙂 ) Wenns dir auch gefällt, gut.

Fitschers Vogel oder der Weltuntergang

Fitschers Vogel

Es waren einmal 3 Schwestern.

Nun klopfte eines Tages ein Bettler an ihre Tür.

Die älteste Schwester öffnete, wollte ihm ein Stück Brot geben, aber kaum berührte sie ihn, da musste sie in seine Kötze (geflochtener Korb, der als Rucksack zu tragen ist) springen und er lief mit ihr mit großen Schritten aus dem Wald zu seinem Schloß.

Die junge Frau staunte, als sie es sah. Alles war reich und wunderbar an zu sehen. Auch fehlte es ihr an nichts und sie lebte glücklich mit ihm.

Eines Tages wollte er sich auf eine Reise begeben. Er rief sie und sagte: „Hier hast du ein Ei. Das trage zum Zeichen deiner Liebe immer bei dir. Du darfst auch überall im Schloss herum gehen und dir alles ansehen. Ich gebe dir die Schlüssel zu allen Zimmern. Nur das Zimmer, zu dem dieser kleine Schlüssel passt, ist dir bei Strafe verboten zu öffnen.“

Nun machte er sich auf den Weg und sie lief im ganzen Schloß herum und bestaunte alles. Viele male schon war sie an dem verbotenen Zimmer vorbei gelaufen und hatte der Neugierde widerstanden. Aber eines Tages konnte sie sich nicht mehr beherrschen und öffnete die Tür.

Entsetzt stand sie vor einem blutigen Kessel, in dem sich viele Frauenkörper zerstückelt und zerhackt türmten. Als sie sich so über den Kessel beugte und schaute, rutsche ihr das Ei aus der Tasche und fiel in den Kessel.

Schnell griff sie hinein holte es wieder heraus und verließ fluchtartig das Zimmer. Aber so sehr sie auch wusch und rieb, das Blut klebte an ihrer Hand und war durch nichts weg zu bekommen.

Nach einigen Tagen kehrte der Schloßherr heim und frage er nach dem Ei. Als er das Blut entdeckte, rief er: „Gegen meinen Willen bist du in der Kammer gewesen, also sollt du gegen deinen Willen wieder hinein!“ Er packte sie an den Haaren, zerrte sie in die Kammer, zerhackte sie und tat ihre Gliedmaßen zu denen der anderen Frauen in den Kessel.

Nun kam er als Bettler verkleidet wieder vor das Haus in dem noch die jüngeren Schwestern wohnten.

Die zweit älteste Schwester reichte ihm ein Stück Brot. Sprang in die Kötze. Er lief mit ihr aus dem Wald und es erging ihr ebenso wir der älteren Schwester. Sie bestaunte alles und lebte glücklich mit ihm, bis er auf Reisen ging. Hütete das Ei das ihr in den Blutigen Kessel fiel.

Er zerhackte auch sie und tat ihren Körper in den Kessel zu anderen Frauen.

Nun holte er auch die jüngste Schwester ebenso in sein Schloß uns sie lebte glücklich mit ihm, bis er verreisen wollte.

Auch zu ihr sagte er: „ Hier hast du ein Ei das ich dich bitte gut zu hüten. Am besten du trägst es immer bei dir.“ Er überreichte ihr die Schlüssel mit dem Verbot, in eben jenes Zimmer zu gehen.

Sie aber dachte sich: „Ich werde das Ei irgendwo verstecken bevor ich mir die Zimmer ansehe.“

So tat sie auch und als sie an der verbotenen Kammer vorbei kam, öffnete sie sogleich die Tür. Da sah sie ihre Schwestern in ihrem Blut liegen.

Nachdem sie ihr entsetzen überwunden hatte, nahm sie alle Glieder wieder heraus. Arme, Beine, der Kopf, die zerstückelten Rümpfe und legte sie wieder zusammen.

Da erwachten ihre Schwestern zu neuem Leben. Sie versteckte sie in einer Kiste.

Kurz drauf kam der Schloßherr wieder. Er forderte das Ei heraus und als er sah, dass kein Blut an ihren Fingern klebte, freute er sich, jubelte und rief: „So wollen wir Hochzeit feiern. Du hast die Prüfung bestanden.“

Es war aber so, dass er jetzt keine Gewalt mehr über sie hatte und ihre Macht zum Leben erwacht war.

Sie sagte: „Gut. Aber vorher musst du zu meinen Eltern laufen, ihnen diese Kiste bringen und sie zur Hochzeit einladen.“ Sie zeigte auf die Kiste in der die Schwestern saßen. „Aber du darfst nicht ausruhen und auch nicht in die Kiste hinein sehen. Ich werde hier oben aus dem Fenster schauen ob du alles so tust wie ich sage.“

Er nahm die schwere Kiste auf den Rücken und lief los. Sobald das Schloß außer Sicht war, wollte er die Kiste ab setzen, aber da rief die eine Schwester aus der Kiste: „Willst du gleich weiter! Ich sehe dass du ruhst!“

Nach einigen hundert Metern wollte er abermals nach sehen. Da rief die andere Schwester aus der Kiste: „Auf weiter. Direkt zu meinen Eltern. Danach kannst du ruhen!“

Also musst er weiter laufen und lieferte die Kiste bei der Familie der 3 Schwestern ab.

Die jüngste Schwester aber hatte einen Totenkopf, von denen es genug im Schloß gab, heraus geputzt und oben an das Bodenloch gelegt.

Sie selbst schmierte sich mit Pech ein und wälzte sich dann in den Federn eines Federbettes das sie auf geschnitten hatte.

So lief sie auf dem Weg in den Wald zu ihrem Dorf, wo ihr schon die Hochzeitsgäste des Schloßherren entgegen kamen.

Die fragten:

Du Fitschers Vogel, wo kommst her?“

Ich komme von des Fitsche Fitschers Hause her.“

Was macht denn da die junge Braut?“

Hat gekehrt von unten nach oben das Haus und schaut zum Bodenloch hinaus.“

So liefen sie weiter, nickten dem geputzten Totenschädel freundlich zu und verschwanden im Schloß.

Mittlerweile waren aber alle FreundInnen und verwandte der Schwestern alarmiert und auf dem Weg.

Fitschers Vogel schloss sich ihnen an und sobald der Hausherr im Schloß verschwunden war umstellten sie es und ließen das ganze Gebäude mit allen Feunden und Anhängern die drinnen waren in Rauch auf gehen.

Deutung wie ich das Märchen verstehe:

Der Groschen ist gefallen, als ich mich mit Urgeschichte befasst habe und die Beschreibung einer Autorin (Doris Wolf) las, wie die patriarchalische WissenschaftlerInnen auf die Forschungen von nicht patriarchalischen Frauen und Männern reagierten.

Sie schrieb: „Mit der Matriarchatsforschung sahen Historiker und Religionsgeschichtler ihre konstruierte „Wahrheit“ nun plötzlich in Frage gestellt. Vor allem das öffentlich machen der umfassenden männlichen Gewalt (der Blutkessel, in dem Männer und Frauen die nicht patriarchalischen Geistes sind, zerhackt in ihrem Blute schwimmen und all die anderen Verbrechen. A.v.m.), die in den patriarchalen Wissenschaften und Religionen ein absolutes Tabuthema ist, entlarvt das Patriarchat („das schöne reiche Schloß“ A. v. m.) als eine erschreckend menschenfeindliche „Herr-Schaft“.Dass Frauen es wagen männliche Gewalt nicht nur auf zu decken, sondern auch noch an zu prangern, ist ein Tabubruch ersten Ranges.(Dieses Zimmer darf nicht geöffnet werden A. v. m.)“ (Doris Wolf, Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens, S. 22)

Wie viele Menschen wurden wohl zerhackt und in den Kessel geworfen, weil sie die Verbrechen der Herrschaft aufgedeckt haben, bevor es endlich gelang, die Dinge öffentlich zu machen und alle verleumdeten Forscherinnen und Forscher wieder zu rehabilitieren? Also in Märchensprache, ihre Gliedmassen wieder zusammen zu setzen. (Bachofen, Marija Gimbutas, aber auch alle Friedens und Eine-Welt Kämpferinnen, etc.,….) und wann wird das schöne Schloß, das Gedankengebäude, sowie die daraus entstehende ungerechte kriegerische Wirklichkeit mit allem Prunk und allen Rechtfertigungen des Patriarchats endgültig in Rauch auf gehen?

(Rauch von Ruch oder ruchbar machen. Weder Häuser und schon gar keine Menschen sollen verbrannt werden, sondern es geht um den Entschluss zur Wandlung.)

Ob das der Untergang der Welt ist und der Anfang für etwas neues lebenswertes, schönes?

Ich bin davon überzeugt und freue mich schon darauf. Dass das allerdings schon dieses Jahr passieren wird, wage ich gar nicht zu hoffen. Aber welche weiß!

In diesem Sinne, frohe Rauhnächte noch, ihr Lieben!

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